Kölner Raseratlas: Tableau Dashboard der Kölner Blitzerdaten

by Philipp Kremer
1 Jahr ago
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Kölner Raseratlas: taod veröffentlicht Tableau Dashboard der Kölner Blitzerdaten auf Tableau Public

Storytelling und Narration von Daten einmal anders: Aus den Datensätzen der Geschwindigkeitsüberwachung und des Bußgeldkatalogs 2017 Köln von „Offene Daten Köln“ zauberten unsere Data Artists in kürzester Zeit ein komplexes und visuell raffiniertes Dashboard – den Kölner Raseratlas!

Zu schnell unterwegs: Polizei verhängt 210 Jahre Fahrverbot für Kölner!

So lange mussten die Kölner Verkehrssünder ihre Führerscheine im vergangenen Jahr zusammengerechnet abgeben. Denn mehr als 1350 Jahre Fahrverbot sammelten die außerstädtischen Autofahrer. Diese und weitere Fakten macht jetzt unser interaktiver „Kölner Raseratlas“ sichtbar: Wo und wann rasen die Kölner am meisten? Was kostet die Autofahrer ihre Verantwortungslosigkeit? Und wie verhalten sich eigentlich die Gäste aus Düsseldorf in unserer Stadt?

Der Kölner Raseratlas ist unser jüngstes Projekt. Dafür erstellten unsere Data Artists aus dem Datensatz städtischer Blitzer eine umfangreiche Visualisierung. Die zeigt: Mit dem Auto im Stadtgebiet unterwegs zu sein, bedeutet für viele Autofahrer Stress und Zeitdruck. Insbesondere auf dem morgendlichen Weg zum Arbeitsplatz und wenn nach Feierabend die Freizeit lockt. Denn im Auto schalten viele den Verstand aus und geben Gas.

Interaktives Tableau Dashboard

Das interaktive Tableau-Dashboard Kölner Raseratlas liefert verblüffende Erkenntnisse: Insgesamt blitzte es 2017 in Köln 531.916-mal. Wodurch stolze 45.541 Punkte das Register in Flensburg füllten. Übrigens wurde die Stadtkasse Köln mit über 13.5 Millionen Euro aufgebessert. Das würde dem 1.FC Köln für vier Jahre die Gehaltszahlungen an Jonas Hector sichern. Oder dem Kölner Zoo die Tierfutterkosten für 15 Jahre! Unterm Strich gab es die meisten Überschreitungen übrigens am Karnevalssamstag: 2.435 Autofahrer zahlten zusammen 78.915 Euro Bußgeld.

Unsere Leistungen im Überblick

Open Data als Grundlage

Grundlage des „Kölner Raseratlas“ ist der frei verfügbare Datensatz von „Offene Daten Köln“. Folglich wurden mit analytischer und technischer Expertise der taod Data Engineers alle mobilen und stationären Blitzerdaten aufbereitet und logisch miteinander verknüpft: aufgeschlüsselt nach Standort, Datum und Uhrzeit, Kennzeichenkürzel sowie erlaubter und gemessener Geschwindigkeit. Anschließend entstand aus den unübersichtlichen Tabellenkolonnen kurzerhand ein informatives und leicht lesbares Dashboard, das erstaunliche Zusammenhänge visualisiert. Für jeden Blitzerstandort lassen sich sämtliche Werte isoliert betrachten. Entsprechend können interaktive Elemente als Filter für bestimmte Werte genutzt werden. Somit sind Vergleiche zwischen mobilen und stationären Blitzern ebenso möglich, wie die Aufschlüsselung nach verschiedenen Kennzeichenkürzeln.

Dass die Düsseldorfer mit über 300.000 Euro an Bußgeldern übrigens fast die kompletten Reinigungskosten des Kölner Rosenmontagszuges übernehmen, dürfte dem ein oder anderen Städtenachbarn bitterer aufstoßen, als die eigene finanzielle Strafe.