Big Data im Marketing - Chancen und Strategien für Ihre Datenanalyse

by Jannik
2 Monaten ago
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Big Data im Marketing – Chancen und Strategien

Die effektive Verwendung von Big Data Analytics ist für viele führende Unternehmen der entscheidende Faktor, auch bei volatilen Marktentwicklungen erfolgreich zu wirtschaften und der Konkurrenz voraus zu sein. In vielen Branchen nutzen daher immer mehr Neueinsteiger und etablierte Wettbewerber datengestützte Strategien um ihre Performance erfassen, zu analysieren und Entwicklungen zu antizipieren. Beispiele für die Nutzung von Big Data Analytics sind in fast allen Bereichen von Technologieunternehmen bis zum Gesundheitswesen vertreten. Vor allem Marketing Abteilungen ziehen einen großen Nutzen aus der Verwendung dieser enormen Datenmengen. Doch wie genau sehen diese Vorteile eigentlich aus? Dazu muss zunächst eindeutig geklärt werden, wann man überhaupt von Big Data spricht.

Was ist Big Data?

Big Data konkret zu definieren ist nach wie vor eine Herausforderung in der Branche. Gartner definiert den Begriff auf Grundlage drei entscheidender Faktoren: Der Datengröße (Volume), der Geschwindigkeit mit der die jeweiligen Daten generiert, ausgewertet und weiterverarbeitet werden (Velocity) sowie der Vielfalt der Datentypen und -quellen (Variety).

Anhand dieser drei Faktoren haben sich im Laufe der Zeit zwei weitere Parameter abgeleitet. Dabei handelt es sich um die Glaubwürdigkeit der Daten (Veracity bzw. Validity) und dem Mehrwert (Value), der sich aus den Daten für ein Unternehmen und dessen Entscheidungsträgern ergibt. Dieser Value wird dabei von den vier vorausgehenden Faktoren definiert.

Der Schlüssel zu diesem Mehrwert ist die Gewinnung von neuen Informationen. Große Datenmengen zu analysieren, erfordert kosteneffektive, innovative Formen der Informationsverarbeitungen. Diese ermöglichen es Unternehmen verbesserte Einsichten in Geschäftsprozesse zu erlangen sowie Entscheidungsfindungen und Prozessautomatisierungen in Gang zu setzen.

Bei der Generierung, Auswertung und Weiterverarbeitung dieser enormen Datenmengen verwenden Unternehmen Kombinationen von Verfahren verschiedener Disziplinen. Wissen und Methodiken aus Informatik, Statistik und Mathematik werden in Data Analytics und Data Science sowie dem Machine- und Deep Learning im Bereich künstliche Intelligenz angewandt.

Big Data Modell
Das Big Data-Modell

Der Einsatz von Big Data im Marketing

Große Datenmengen zu sammeln führt nicht automatisch zu einem besseren Marketing. Vielmehr sind es die bereits erwähnten neuen Erkenntnisse aus großen Datenmengen, die Entscheidungen, die Unternehmer treffen und die Maßnahmen, die daraufhin ergriffen werden, die den Unterschied ausmachen.

Diese neuen Erkenntnisse können Mitarbeiter im Marketing Einblicke dazu liefern, welche Inhalte in jeder Phase eines Verkaufszyklus am effektivsten sind, wie Investitionen in Customer Relationship Management (CRM)-Systeme verbessert werden können. Die valide Messung der für das Marketing wichtigen KPIs kann Strategien zur Steigerung von Konversionsraten, Interessentenbindung, Umsatz und Customer Journey optimieren. Auch können durch die Analysen großer Datenmengen Aussagen zu wichtigen Kennzahlen wie Kundengewinnungskosten (Customer Acquisition Cost, CAC), des Customer Lifetime Value (CLV) und viele andere kundenorientierte Faktoren getroffen werden.

Unsere Leistungen im Bereich Data Management

Verbesserung der Preisstrategie

Laut einer McKinsey Studie werden 75% des Umsatzes eines typischen Unternehmens mit seinen Standardprodukten erzielt. Gleichzeitig führen 30% aller Preisentscheidungen, die Unternehmen jedes Jahr treffen, nicht zum effizientesten Umsatzergebnis.

Für jedes Produkt sollten Unternehmen in der Lage sein, den optimalen Preis zu finden, den ein Kunde zu zahlen bereit ist. Im Idealfall berücksichtigen sie spezifische Erkenntnisse, wie beispielsweise die Kosten des nächstbesten Konkurrenzprodukts im Vergleich zum Wert des Produkts für den Kunden, anhand derer sie ihren eigenen optimalen Preis kalkulieren können. Für ein Unternehmen mit nur wenigen Produkten ist diese Art der Preisgestaltung natürlich einfacher als für ein Unternehmen mit Hunderten von Produkten. Es ist für große Unternehmen einfach zu aufwändig und ein signifikanter Kostenfaktor, die Komplexität dieser sich ständig ändernden Preisvariablen für hunderte von Produkten zu bewältigen

Mittlerweile errechnen Algorithmen auf Basis von Big Data automatisch den optimalen Preis für einen Warenartikel. Automatisierte Systeme können ähnliche Produkte identifizieren, bestimmen, was den Wert dieses Produktes ausmacht, und dies mit historischen Transaktionsdaten abgleichen. Auf diese Weise können Unternehmen die Preise für Produktgruppen und Segmente auf Basis von Daten festlegen. Die Automatisierung macht es wesentlich einfacher, diese Analysen fortlaufend und variabel an Entwicklungen anzupassen und zu steuern.

Customer Value Analytics und Kundenbeziehungen

Mit Customer Value Analytics (CVA oder auch Kundenwertanalyse) lassen sich ertragreiche Kunden identifizieren und somit feststellen, ob es rentabel ist, an einer Geschäftsbeziehung mit einem Kunden festzuhalten und auch zukünftig in sie zu investieren. Besonders im Versand- und im Online-Handel, bei der Optimierung des Dispositionsverhaltens und im Retourenmanagement eines Online-Händlers spielen Kundenwertanalysen eine große Rolle

CVA auf Basis von Big Data ermöglichen es Marketers, konsistente Kundenerfahrungen über alle Kanäle hinweg zu liefern. CVA entwickelt sich zu einer tragfähigen Reihe von Big Data basierten Verfahren, die Verkaufszyklen beschleunigen und gleichzeitig die personalisierte Natur der Kundenbeziehungen beibehalten und skalieren.

Durch die Verwendung von Big Data Analytics in Kombination mit CRM-Systemen zur Definition und Steuerung der Kundenentwicklung erhöhen Marketingspezialisten das Potenzial, eine stärkere Kundenbindung zu schaffen und die Kundenbindung zu verbessern.

Personalisierte Angebote

Eng verbunden mit der vorangegangenen Maßnahme ist die Erstellung von personalisierten Angeboten mit Hilfe von Big Data Analytics. Basierend auf den Erkenntnissen aus der Customer Journey eines Users, sind personalisierte Kundenbehandlungen darauf ausgelegt, spezifische Folge-Aktionen hervorzurufen wie z.B. die Verhinderung von Kundenabwanderungen oder die Aufforderung zu einem folgenden Kauf.

Mit Daten, die von GPS-fähigen Geräten gesammelt werden, können Unternehmen kontextbezogene Angebote an oder in der Nähe eines interessanten Standorts, wie z.B. eines Geschäfts oder eines Einkaufszentrums, präsentieren. Die Standortanalyse hat auch breite Anwendungen zur Verbesserung des Kundenerlebnis und wird zu einem Muss für die Gestaltung, die Verwaltung und die Messung von Kunden-Erfahrungen werden.

Verbesserung von SEO, E-Mail- und Mobile Marketing

Digitales Marketing über E-Mail, Messenger, Suchmaschinen und Soziale Netzwerke sind Basis eines erfolgreichen Multi-Channel-Marketings. Die Menge und Unmittelbarkeit der aus diesen Marketingkanälen generierten Daten kann Erkenntnisse liefern, die Marketers helfen die Zielgruppen anzupassen, maßgeschneiderte Angebote und Marketinginhalte zu erstellen und schnelle Justierungen von Marketingkampagnen vorzunehmen. Wenn ein Unternehmen aktive Schritte unternimmt, um Big Data für SEO-Strategien bereitzustellen und umzusetzen, kann dies einen großen Einfluss auf den Traffic einer Website haben. Beispielsweise indem die Auswertung von A/B-Testings in großem Volumen eine kontinuierliche Anpassungen von Ads und Bannerwerbung zur Folge hat.

Reduzierung von Kosten mit Big Data Analytics

Für Unternehmen ist das Verständnis von Kundenprofilen von enormer Bedeutung. Vor ein paar Jahren wurde der Prozess zur Untersuchung des Kundenverhaltens noch manuell durchgeführt, um daraufhin passende Marketingstrategien zu entwickeln. Mit der Digitalisierung und der anfallenden Menge an Informationen haben sich diese Verfahren ebenfalls automatisiert und bergen für Unternehmen einen wahren Schatz: Kundenprofile setzen sich aus Daten zusammen, die weit über den lediglichen Kauf- oder Bestellprozess hinausgehen. Demografische Daten, Verbindungsdaten und Metainformationen über das Kundenverhalten vor und nach dem Kauf können in die Bewertung mit einfließen.

Heutzutage können Marketers die Analyse dieser Date zu gewinnbringenden Informationen über die Zusammensetzung Ihrer Kunden weiterentwickeln, um das Kundenverhalten zu bewerten und strategische Geschäftsentscheidungen zu treffen. So können Prozesse angepasst und Erkenntnisse aus dem Käufer- und Nutzerverhalten gewonnen werden, die Streuverluste und damit unnötige Kosten vermeiden.

Big Data Analytics: Viel Potential für die richtigen Fragen!

Wie bei allen Data Analytics Initiativen kommt es vor allem auch bei großen Datenmengen auf die Art der Fragestellung und des Erkenntnisbedarfs an, mit der die Datensätze befragt werden sollen. Ohne eine konkretes Vorhaben und ohne die Formulierung eines Use-Cases werden Daten nicht zu Informationen und bleiben reine Zahlen. Die Zusammenhänge müssen durch Marketers selbst hergestellt werden und die Daten auf prägnante Fragen hin untersucht werden.

Die im Marketing anfallenden Datenmengen bilden hier glücklicherweise ein weites Feld, das für die unterschiedlichsten KPI-Entwicklungen genug Analysen ermöglicht. Marketers sollten sich also fokussiert und mit klaren Vorstellungen Big Data Analytics zuwenden, um relevante Entwicklungen mit pointierten Erkenntnisgewinn zu analysieren.

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